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Die Idee dahinter

Mit einem angeborenen Herzfehler ins Leben zu starten, ist eine enorme Herausforderung für das neugeborene Kind, das leben will. Aber auch für Eltern und Geschwister, deren Leben zusätzlich eine dauerhafte Veränderung erfährt. Diese Diagnose löst Überforderung, Hilflosigkeit und Angst aus.

Nicht zuletzt gilt die Herausforderung auch für Mediziner. Oft sind sie die Helden der ersten Stunden. Denn ohne die Fähigkeiten und Fortschritte in der pränatalen und pädiatrischen Diagnostik sowie in der Kinderherzchirurgie, wären die Optionen des Neugeborenen für den Start ins Leben wesentlich schwieriger oder auch ganz unmöglich.

Die Herausforderungen stellen sich bereits ab der Diagnose. Herz und Schmerz sind meist in allen Lebensabschnitten eng miteinander verbunden.

Angeborene Herzfehler sind die häufigsten Fehlbildungen beim Menschen. Statistiken weisen etwa 0,8 – 1,0 % der Bevölkerung aus, das sind geschätzte 5 Millionen Europäer.

Indirekt Betroffene sind dabei gar nicht mitgezählt - die Familie und das soziale Umfeld, mit dem Kinder beim Heranwachsen in ein eigenständiges Leben in Kontakt kommen. Für betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene bedeutet das, ganz spezielle Ressourcen immer wieder neu entdecken und erringen zu müssen. Grund genug, sich mit dieser vielfältigen Erkrankung und deren zahlreichen Auswirkungen im Lebensverlauf auch in der Psychotherapiewissenschaft auseinander zu setzen.

 

Warum „Waltraud Wiesinger-
Forschungsförderung“

Waltraud Wiesinger ist Psychotherapeutin und Selbstbetroffene.

„Mein Anliegen ist es, Brücken zu bauen zwischen der medizinischen Behandlung und der Psychotherapie, sodass sich Betroffene und deren Angehörige in einem Netz gehalten fühlen und ihre jeweiligen persönlichen und professionellen Ansprechpartner finden können.
Mit meiner Idee konnte ich die Sigmund Freud PrivatUniversität inspirieren und sie als Gründungsmitglied des Waltraud Wiesinger Forschungsförderungsvereins in der Psychotherapie für Menschen mit angeborenem Herzfehler, deren Familien und Systeme gewinnen.

Dieser Verein hat folgende Ziele:

... Lehre und Forschung in der Psychotherapiewissenschaft speziell auf jene Menschen zu lenken, die mit einem angeborenen Herzfehler leben, sowie auf deren Familien und Systeme,

... wesentliche Kenntnisse über anatomische, psychosomatische und psychosoziale Grundlagen zu erwerben, sodass ein Überblick über die Komplexität der Zusammenhänge entsteht, um in der psychotherapeutischen Begleitung vertiefende, methodenspezifische Behandlungen zu ermöglichen.“

Waltraud Wiesinger, Psychotherapeutin